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TRO-CD 01440 - PIANO CONCERTOS Vol.2

Unterschätzte Meisterwerke für Klavier und Orchester

Nach der sehr erfolgreichen Veröffentlichung von Aufnahmen Wolfram Lorenzens mit dem monumentalen Klavierkonzert Max Regers, gekoppelt mit selten zu hörenden Konzertstücken Béla Bartóks und Felix Mendelssohn Bartholdys, präsentiert das Münchner Raritäten-Label mit dem profilierten Pianisten nun eine weitere Trilogie unterschätzter bis unbekannter Meisterwerke für Klavier und Orchester. Wolfram Lorenzen ist bekannt als ein Pianist, der für die deutsche Tradition nach Wilhelm Kempff steht, und wurde von der Kritik immer wieder insbesondere für seine hochkarätigen Einspielungen von Werken Robert Schumanns und Max Regers gepriesen.

Hauptwerk ist das große, 1974 entstandene viersätzige Dritte Klavierkonzert von Harald Genzmer (1909-2007), dem bedeutendsten Vertreter der Hindemith-Nachfolge in Deutschland. In Genzmers Œuvre durchdringen sich Einflüsse von Hindemith, Strawinsky und der französischen klassischen Moderne zu einem vitalen Stil von unverkennbarer Eigentümlichkeit. Genzmers Musik ist voller Überraschungen, wendig und brillant, zugleich tiefsinnig und auch in den großen Architekturen von meisterhaftem zusammenhängender Formung. Wer Wege jenseits sowohl der intellektuellen Avantgarde als auch rückschrittlicher Romantizismen und Postmodernismen sucht, kann hier durchaus begeistert sein.
Für alle Klavierfreunde ist dieses Konzert ein echtes Juwel: technisch und klanglich sehr anspruchsvoll, in der schwungvollen Virtuosität und den zahlreichen Solokadenzen äußerst dankbar, mit einem reichen Spektrum von feinster Poesie bis zu perkussiver Kraftentfaltung. Auch die Orchesterbehandlung ist meisterlich im impressionistischen Feintuning und der prachtvollen kontrapunktischen Faktur. Ein großes Konzert, eine würdige Fortsetzung in der Tradtion der moderneren Klassiker des Klavierkonzerts im 20. Jahrhunderts von Bartók, Strawinsky, Prokofjew, Hindemith, Jolivet oder Schostakowitsch.

Das G-Dur-Klavierkonzert ist – neben demjenigen in D-Dur – das bekannteste und anspruchsvollste aus der Feder von Joseph Haydn. Obwohl im ständigen Repertoire einiger großer Pianisten wie etwa Arturo Benedetti Michelangeli, ist es doch stets im Schatten der Konzerte Mozarts geblieben. Dabei hat diese Musik ihren ganz eigenen, auf das Wesentliche konzentrierten Wert, ist von absoluter Vollendung in allen Aspekten, melodisch inspiriert, harmonisch feinsinnig, rhythmisch fesselnd. Lorenzens klassisch klare Deutung trifft den Tonfall dieser so schlichten wie raffinierten Musik ideal.

Carl Maria von Weber, der Komponist des ‚Freischütz’, war nicht nur einer der größten Pianisten seiner Zeit. Er schrieb eine recht umfangreiche Zahl von Klavierwerken, darunter vier Sonaten, zwei Konzerte und ein Konzertstück, die lange Zeit von den Pianisten hoch geschätzt und viel aufgeführt wurden. Heute ist seine Klaviermusik weitgehend vergessen und das sehr zu Unrecht, wie die Aufnahme des fulminanten, 1810 entstandenen Ersten Klavierkonzerts C-Dur op. 11 schlagend demonstriert. Hier steht der Schöpfer des ‚Freischütz’ schon in voller Reife vor uns, mit überquellender Lebensfreude, Leidenschaft und musikantischem zündendem Feuer, von dem sich auch noch viel spätere Komponistengenerationen um Debussy, Strawinsky und Hindemith nachhaltig inspirieren ließen. In seiner die Konventionen sprengenden Art ein wahres Meisterwerk der romantischen Konzertliteratur.


PIANO CONCERTOS  Vol. 2

Joseph Haydn
Konzert für Klavier und Streichorchester G-Dur Hob. XVIII: 4
SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg,
Dirigent:  Ernest Bour

Carl Maria von Weber
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 11 (1810)
SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg,
Dirigent:   Grzegorz Nowak

Harald Genzmer
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 (1974)
Bamberger Symphoniker
Dirigent:  Alexander Symeonides

Wolfram Lorenzen,  Klavier

TRO-CD 01440

Vertrieb: Klassik Center Kassel


 





 
letzte Änderung

(18.07.2014 - 16:25 Uhr)

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Klavierkonzerte Vol.2

Joseph Haydn, Konzert für Klavier und Streicher G-Dur Hob. XVIII: 4
Carl Maria von Weber, Konzert für Klavier und Orchester Nr.1 op.11 (1810)
Harald Genzmer, Konzert für Klavier und Orchester Nr.3 (1974)

Wolfram Lorenzen, Klavier






Wolfram Lorenzen