TROUBADISC Music Production
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TRO-CD 01403 - TRO-CD 01405 - TRO-CD 01417 Ethel Smyth

Vol.1-4
The complete Edition

Classical Music Web, May 2002
www.musicweb.uk.net
Rob Barnett


Vol.1+2

Motiv Berlin Dez. 1991
Ethel Smyth: Ersteinspielungen

Englische Musik im Umfeld der Jahrhundertwende steht nicht eben in der Gunst von Marktbedarf und Musikindustrie, wiewohl sich gerade hier ein nationales Musikschaffen besonderer Eigenart zu neuer Ausformung erhebt. Mit Ersteinspielungen aus dem kammermusikalischen und vokal-sinfonischen Schaffen von Ethel Smyth deckt die Industrie 1991 nun gleich in zweierlei Hinsicht eine seit langem gravierende Vakanz.

Die Wiederentdeckung der zu Lebzeiten hochgeschätzten, heute gänzlich vergessenen Autorin und Komponistin komplettiert das spärliche Angebot englischer Musik um 1900 und präsentiert dazu eine über ihre Zeit hinaus beispielhaft wirkende komponierende Frau. Ethel Mary Smyth (1858-1944) begann ihre künstlerische Laufbahn in Deutschland, sie gehörte als Zeitgenossin zum geistigen Umfeld von Clara Schumann, Arthur Nickisch, Edvard Grieg, Hermann Levi und Johannes Brahms.

Nach eigenen Opernerfolgen in Leipzig und Weimar wurde sie auch in ihrer Heimat bekannt: mit Chor- und Orchestermusik in großer Form, als Schriftstellerin, als Sympathisantin im britischen Frauenrechtskampf. Der Problematik zweier Wirkungskreise werden die Werkersteinspielungen in exemplarischer Weise gerecht.

Die Veröffentlichung Kammermusik Vol.1 präsentiert mit der Sonate a‑Moll von 1887 und dem Streichquintett E‑Dur Nr.1 von 1883 zwei in Deutschland komponierte, ihrerzeit im Leipziger Gewandhaus uraufgeführte Werke. Wie verschiedenerlei hier entstandene Kammermusik folgen sie recht streng klassischer Satzdramaturgie und spätromantischer Klanggestalt. Vol.2 stellt zwei Stücke dagegen, die erst längere Zeit nach ihrer Entstehung in England zur Weltpremiere kamen.

Das Streichquartett e‑Moll (1902/12) unterscheidet sich in seiner harmonisch-dramaturgischen Zuspitzung recht hörbar schon von der konventionellen a‑Moll‑Sonate für Cello und Klavier von 1887. Aus interpretatorischer Sicht besticht die nunmehr vierte Produktion von Renate Eggebrecht-Kupsa’s Musiklabel TROUBADISC durch Ausgewogenheit.

Das Fanny Mendelssohn‑Quartett, bereichert um die Pianistin Céline Dutilly, orientiert auf Gleichzeitigkeit von dramaturgischer Werkkonzeption, Ausführung klangfarblicher Nuancen und durchaus kulinarischer Wiedergabe romantischer Essenz. Analyse und Genuß halten einander Balance auf der Suche nach Idee und Substanz. Eine sensationelle Einspielung der Kammermusik!
Frank Kämpfer


Neue Zeitschrift für Musik, 6/1992
Unter den führenden Musikern ihrer Zeit rief sie Achtung und Bewunderung hervor. Tschaikowsky und Debussy fanden lobende Worte für ihre Musik. Sie stand in Kontakt mit Clara Schumann, Joseph Joachim, Brahms und Dvořák – um nur einige zu nennen. Die Aufführungen ihrer Werke, darunter zahlreiche Kompositionen für Orchester und etliche Opern, leiteten namhafte Dirigenten, von denen sich vor allem Bruno Walter sehr für die Komponistin einsetzte.

Ethel Smyth, die 1922 als Dame of the British Empire geehrt wurde, war nicht gerade eine zartbesaitete Natur. Sie verließ 1877 ihr wohlsituiertes englisches Elternhaus gegen den Widerstand der Familie, um in Leipzig bei Reinecke und Jadassohn Komposition zu studieren und später Privatstudien bei Herzogenberg aufzunehmen, schloß sich nach 1900 der englischen Suffragettenbewegung an, für die sie einen Marsch komponierte, und verfolgte ihren musikalischen Weg inmitten einer männlich beherrschten Musikwelt mit selbstbewusster Zähigkeit.

Robust und zupackend und so gar nicht dem Klischee einer „weiblichen“ Ästhetik verpflichtet - was immer man darunter verstehen mag – äußert sich auch ihre Musik, von der die vorliegende Einspielung von Kammermusikwerken einen Eindruck vermittelt.

Schon das Streichquintett op.1 von 1883 zeigt (bei aller Nähe zu Brahms) einen sehr eigenwilligen und kraftvollen Stil, der mit handwerklicher Meisterschaft und souveräner Formbeherrschung ausgeführt ist. Charakteristisch für dieses Werk wie auch für die originelle Violinsonate op.7 und die etwas konventionellere Cellosonate op.5 – beide von 1887- sind überraschende harmonische Wendungen, vorwärtsstrebende Rhythmen und eine bizarre Melodieführung, die häufig die Taktschwerpunkte aufhebt.

Dabei besitzt die Musik mit ihrer folkloristisch geprägten Melodik und der auffallenden Vorliebe für Bordun- und Ostinato-Wirkungen ein eindeutig englisches Kolorit, das jedoch in einer komplexen Satzstruktur und einer dichten motivischen Arbeit sublimiert erscheint.

Das interessanteste Werk der Einspielung ist wohl das zwischen 1902 und 1912 entstandene Streichquartett e-Moll, das zwar formal dem klassischen Muster folgt, jedoch mit seiner erweiterten Harmonik, den Quartschichtungen und ganztönigen Figuren sowie den Anklängen einer Bartók’schen Motorik im Finale durchaus moderne Züge aufweist.

Die Interpretation des – im Quintett durch die Cellistin Johanna Varner erweiterten – Fanny Mendelssohn Quartetts ist kraftvoll, dabei aber immer auf strukturelle Klarheit bedacht.
Klaus Angermann


Heilbronner Stimme, Okt. 1991
Eigenständige musikalische Handschrift

Ethel Smyth entstammte einer konservativen englischen Offiziersfamilie und durchbrach früh die gesellschaftlichen Konventionen durch ihre professionelle Hinwendung zur Musik. Sie studierte am Leipziger Konservatorium bei Carl Reinecke, später bei Heinrich von Herzogenberg.

Bedeutende Dirigenten wie Thomas Beecham und Bruno Walter führten ihre Werke auf, sie schrieb Opern, großangelegte Symphonien, Chor- und Konzertwerke. In ihrer Kammermusik, die nun als Ersteinspielung auf dem Troubadisc-Label vorliegt, wird der Mendelssohn-Spätstil ihrer Lehrer deutlich, mit denen sie mittlerweile das Schicksal des Vergessenseins teilt.

Dennoch tragen die Werke wie das Streichquintett E‑Dur op.1 und die Violinsonate a‑Moll op.7 eine eigenständige, expressive Handschrift, ohne dabei ins Süßliche abzugleiten. Eine Entdeckung wert ist das Streichquartett e‑Moll, 1902 begonnen und erst 1912 vollendet.

Themenexposition und Fortspinnen des musikalischen Gedankens lassen zuweilen Anklänge an Brahms erkennen, sein langsamer Satz atmet die Melancholie des Fin‑de‑Siecle. Das Fanny Mendelssohn Quartett bemüht sich in einem transparenten Klangbild um breiten romantischen Gestus.

Ein informatives Booklet läßt neben der Komponistin selbst auch Bruno Walter und Virginia Woolf zu Wort kommen, Widmungen, Uraufführungs-Daten und Quellenlage der Werke sind ausführlich dokumentiert. Man darf auf weitere Veröffentlichungen dieses jungen Labels gespannt sein.
Lothar Heinle


Berliner Morgenpost Okt.1991
Romantikerin erstmals auf CD erschienen

...Die Engländerin Ethel Smyth, 1858 ein gutes halbes Jahrhundert nach Fanny Mendelssohn‑Hensel geboren, ist bei uns kaum bekannt. Dabei hat sie zahlreiche Orchesterwerke und Opern geschrieben, die um die Jahrhundertwende in ganz Europa gefeiert wurden. Persönlichkeiten wie Bruno Walter, Peter Tschaikowsky und Virginia Woolf waren begeisterte Verfechter ihrer Musik.

Ethel Smyth zählt zu den bedeutendsten Komponistinnen der Romantik. Ihre wichtigsten Kammermusikwerke sind jetzt - größtenteils als Ersteinspielungen – auf einer Doppel-CD erschienen.

Das Fanny Mendelssohn‑Quartett und die Pianistin Céline Dutilly setzen sich mit großem Engagement und Spieltemperament für die Komponistin ein.
Martina Helmig


Vol:1-3


Fanfare
(USA), July/Aug. 1993

…The English composer Ethel Smyth received most of her musical education in Leipzig and was better known in Germany than in England for half of her life.

The two‑disc set “Kammermusik Vol.1 und 2” comes in a double jewel box: the 1883 String Quintet and 1887 violin sonata were first played inLeipzig, while the 1887 cello sonata was not performed until 1926, in London, as was the 1902-12 String Quartet.

Smyth’s first three operas, Fantasio, Der Wald, and The Wreckers, were also premiered in Germany. The three early chamber works by Ethel Smyth are conventional Romantic music; at their best moments they might be mistaken for Schumann or Brahms. Few of their themes are memorable, nevertheless, a few highlights shine: the Allegro vivace finale of the violin sonata is gripping, and it is superbly played by Eggebrecht‑Kupsa and French‑Canadian pianist Céline Dutilly.

The finale is also the strongest movement of the cello sonata. The early string quintet is unusual only in its five‑movement structure; it often seems to be merely going through the motions. But local niceties keep popping up, and the contrapuntal Allegro molto finale is consistently engrossing.

The string quartet is more of a whole; it is a very serious four‑movement work spanning thirty‑eight minutes, again with a fugal finale. There is less reference to predecessors here, but despite the greater originality it doesn’t express much personality of its own. One gets the impression that the vioinist and pianist are the strongest performers on this disc, which may account for the violin sonata’s apparent superiority.

The third Smyth disc, of three works by the mature composer, enters other worlds: the Four Songs (1907) are in French, with instrumental accompaniments including flute and harp as well as strings. Three are rather self-abasing songs of love and death, to poems of Henri de Régnier. The music too is quite French; after a performance, Debussy pronounced them “altogether remarkable”.

The fourth song, Anacreontic Ode, adds percussion; it is a wild drinking song which fits Sir Thomas Beecham’s description of Smyth as writing “the most spirited music of the time.” The Three songs (1913) are in English each relates in some way to Smyth’s association with Emmeline Pankhurst in the suffragette movement, the last a strong marching song.

American mezzo Melinda Paulsen sings beautifully, but she massages both languages for musical resonance, reducing the level of comprehension. The double concerto was written in 1926, and the piano arrangement made soon after by the composer; both versions were performed in London with Aubrey Brain playing horn.

The sixty‑eight‑year‑old composer was not keeping up with the times, but it is grand, solid, Germanic work with a hint of English style, as was the case with Elgar. The writing for horn is especially graceful; all lovers of that instrument should grab this disc. The piece cries out for an orchestra: there is nothing of chamber music about it.

All three performers are superb, but even Céline Dutilly’s heroic effort at the piano do not provide the support and contrast called for by the extremely soloistic violin and horn parts. These are first recordings of all seven Ethel Smyth works; they give us the opportunity to get to know this English Romantic.

I would recommend the last disc to those who wish to try the waters, as the chamber music’s highlights are scattered widely over the two‑disc set.
James H. North


Le Monde de la Musique

Cette fille de militaire sut faire fi des convenances lorsqu’elle partit étudier la musique au Conservatoire de Leipzig. Elle s’y lia avec Tshaikovski, Clara Schumann et Edvard Grieg.

Personnage rocambolesque qui fut l’amie de l’impératrice Eugénie et suffragette acharnée du Women’s Social and Political Union – qui réclamait dès 1911 le droit de vote pour les femmes–, Ethel Smyth composa notamment deux opéras-comiques, deux tragédies lyriques et une imposante Messe jouée en 1893 à l’Albert Hall de Londres.

Cette Calamity Jane du début du siècle, auteur de neuf volumes de souvenirs, fut appréciée en particulier par Bruno Walter quiécrivit qu’il considérait Ethel Smyth comme « un compositeur important et d’une grande originalité ».

Dans cette anthologie en quatre volumes de sa musique de chambre, il faut distinguer un beau et pré-debussyste Quatuor à cordes (1902-1912) (vol.2) et les cycles de mélodies, dont les Quatre chants (1907) pour mezzo et petit ensemble, en français d’après Henri de Regnier (vol.3), d’une expression intense et qualifié par Debussy de « tout à fait remarquable ! » , et le lyrisme retenu des Trois chansons (1913) d’après Maurice Baring et Ethel Carnie (vol.3) et des Three Moods of the Sea (1913).

On peut également accorder une attention au vif Quintette à cordes op.1 (1883) (vol.1), à la Sonate pour violoncelle et piano (1887) (vol.2) d’un souffle ample, aux schubertiens Lieder opp3 et 4 (1887), pour baryton et piano (vol.4), ou encore au romantisme chatoyant du Double Concerto (1926) pour violon, cor et piano (vol.3). Chanteurs et instrumentistes honorent cette femme compositeur.
Franck Mallet

 
Vol.4 Klassik heute, 4/98

In ihrer Heimat wurde Ethel Smyth zwar noch zu Lebzeiten geadelt und mit diversen Ehrendoktor-Titeln beehrt. Doch die Wiederentdeckung ihrer Musik wurde in den vergangenen Jahren überwiegend von einer kleinen deutschen Schallplattenfirma vorangetrieben. Mit der neuesten Produktion der Ethel‑Smyth‑Edition ist Troubadisc wieder eine rundum empfehlenswerte CD gelungen.

Die Scheibe umfaßt neben dem 1913 entstandenen Liederzyklus Moods of the Sea vor allem Frühwerke aus den Leipziger Lehrjahren der Komponistin. Die zehn Lieder, von dem holländischen Bariton Maarten Koningsberger mit warm timbriertem, ausdrucksstarken Bariton dargeboten, machen eine profunde Kenntnis der deutschen Lyrik der Romantik deutlich.

Musikalisch ebenfalls schon sehr ausgereift ist die Cellosonate, die noch vor der bekannten a‑Moll‑Sonate entstand und eine Neuentdeckung für das Cellorepertoire sein sollte.
Peter Kerbusk


Fono Forum, 4/1998
Aus dem Niemandsland

Ärgern Sie auch gerne musikbegeisterte Freunde, Verwandte und Bekannte? Dann ist diese CD ausschließlich mit Ersteinspielungen genau das Richtige. Denn das beliebte Spiel „Sag mir mal, von wem das ist“ dürfte in so ziemlich jedem Fall an Sie gehen.

Schon die Texte von Büchner, Eichendorff, Heyse, Mörike und anderen Großmeistern deutscher Dichtung verwischen fast jede Spur. Es sei denn, Ihr Gegner promovierte gerade über die englische Komponistin Ethel Smyth (1858-1944).

Deren hier versammelte frühe Kammermusik und Lieder klingen von Ferne, irgendwo aus dem Niemandsland zwischen Schubert, Schumann und Brahms herüber, sind aber in keinem Augenblick nur epigonal. Herbere, impressionistische Töne fand Smyth in den Three Moods of the Sea (1913, nach Gedichten von Arthur Symons).

Ihre Cellosonate zeichnet sich durch Eigenständigkeit wie auch ihre textgeborene Musik. Wahrhaftige Empfindung und wunderbare melodische wie harmonische Erfindung heben Ethel Smyth weit über das Niveau des gediegen nachempfindenden Tonsatzes hinaus, den sie am Leipziger Konservatorium bei Reinecke und Jadassohn, später als Privatschülerin des Brahms-Freundes von Herzogenberg lernte.

Die Interpreten nehmen sich dieser Musik mit Hingabe an. Maarten Koningsberger singt die Lieder und Balladen mit der gleichen kompromisslosen Poesie, mit der er sich wohl auch der „Dichterliebe“ nähern würde. Pianist Kelvin Grout verwendet nicht weniger Sorgfalt und Inspiration. Cellist Friedemann Kupsa und seine Begleiterin Anna Silova überzeugen und halten das Niveau. Unbedingt hörenswerte Entdeckung.
Peter Korfmacher


Opéra International France N°227, Septembre 1998 Le nom d’Ethel Smyth n’était guère connu, sur le continent, que des lecteurs assidus d’encyclopédies ou d’etudes récentes wur les femmes compositeurs.

Après la première gravure de l’opéra The Wreckers, chez Conifer (voir O.I.n°190 p.81 d’avril 1995), les enregistrements de la collection TROUBADISC, consacrés à la musique de chambre instrumentale et vocale de cette grande dame de la musique anglaise, nous offrent enfin la possibilité de donner raison aux appréciations flatteuses de Tchaikovski ou Bruno Walter sur celle qui fut « une des femmes les plus courageuses et les plus anticonformistes de son temps », selon l’Oxford Dictionary of Music.

Ce quatrième volume, qui nous donne à découvrir d’abord dix lieder allemands opus 3 et 4 (sur des textes de Büchner, Eichendorff, Mörike, etc.), puis une sonate inédite pour violoncelle et piano, étonne par la sûreté technique dont fait preuve une artiste de dix‑neuf ans, fraîchement arrivée à Leipzig pour approfondir ce qu’elle connaissait déjà si bien. L’influence de Brahms (outre celle de Schumann et de Mendelssohn) est sensible dans cette instabilité tonale parfaitement maîtrisée, parfaitement centrée, dans ce jaillissement perpétuel de l’invention, La musique, d’une rare flexibilité, épouse toutes les intentions du poète et, dans la sonate, la richesse mélodique des dialogues instrumentaux invite à parler de romances sans paroles.

Seule objection,un certain manque de personnalité, et pourtant, c’est trop habité pour métre qu’une habile production épigonale. Ethel Smyth était seulement encore bien jeune. En revanche, les Three Moods of the Sea de 1913, sur des poèmes anglais d’Arthur Symons, n’ont plus rien de brahmsien. On évoque généralement l’impressionnisme, mail peutêtre, plus simplement.

Ethel Smyth a-t-elle acquis, avec la maturité, cette sérénité créatrice qui se nourrit de l’exploitation subtile d’une idée simple, tandis que l’inexpérience disperse au vent une abondance disperse au vent une abondance dont elle ne sait que faire. Les interprètes rendent justice à ces œuvres avec une rare conviction, et si la voix de Maarten Koningsberger (baryton) présente quelques inégalités, elle est essentiellement chaleureuse et expressive.

Un disque essentiel, donc, pour la connaissance d’une compositrice qui le mérite, un disque attachant, Un disque attachant, surtout.
Gérard Condé



Tēlérama France N°2546, octobre 1998

Seul un petit label indépendant pouvait avoir le culot et la curiosité d’explorer l’œuvre de dame Ethel Smyth (1858-1944), musicienne au grand cœr, suffragette, et néanmois sujette de Sa Majesté britannique.

Elle partit à Leipzig parachever sa formation, y rencontra Clara Schumann et la famille Mendelssohn. Ce quatrième (!) volume de se œuvres mêle pièces de chambre et lieder. 

Il révèle une musicienne inspirée, fortement influencée dans sa jeunesse par le romantisme allemand et la musique viennoise, entre Schubert et Brahms (la chaleureuse Sonate pour violoncelle et piano), mais sachant se forger un style plus personnel, fauve et impressionniste (Three Moods of the sea), d’une modernité de bon aloi.

Des interprètes convaincants - malgré l’onctuosité parfois un peu précieuse du baryton Maarten Koningsberger – nous laissent sous le charme d’une musique qui réserve de magnifiques envolées.



 
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Kammermusik und Lieder - Edition

Vol.1:
Sonate für Violine und Klavier a-Moll op.7
Streichquintett E-Dur op.1
Renate Eggebrecht, Violine
Céline Dutilly, Klavier
Fanny Mendelssohn Quartett
Johanna Varner, 1.Violoncello

Vol.2:
Sonate für Violoncello und Klavier a-Moll op.5
Streichquartett e-Moll (1902/12)
Friedemann Kupsa, Violoncello
Céline Dutilly, Klavier
Fanny Mendelssohn Quartett

Vol.3:
Vier Lieder für Mezzosopran und Kammerensemble (1907)
Drei Lieder für Mezzosopran und Klavier (1913)
Doppelkonzert in A für Violine, Horn und Klavier (1926)
Melinda Paulsen, Mezzosopran
Angela Gassenhuber, Klavier
Renate Eggebrecht, Violine
Franz Draxinger, Horn
Céline Dutilly, Klavier
Ethel Smyth Ensemble

Vol.4:
Klavierlieder und Kammermusik:
Fünf Lieder op.4 (1877)
Fünf Lieder und Balladen op.3 (1877)
Three Moods of the Sea (1913)
Sonate für Violoncello und Klavier c-Moll (1880)
Maarten Koningsberger, Bariton
Kelvin Grout, Klavier
Friedemann Kupsa, Violoncello
Anna Silova, Klavier

Ethel Smyth,
Weimar 1898

 

 


...dennoch denke ich im Grunde meines Herzens: "Niemand kann mir etwas über meine Musikalität erzählen."     
Ethel Smyth

 

 

 

 

 

 

 

 


Henry Brewster

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"...Doch wir Frauen, die vorurteilsfreien Betrachter der Kultur, hatten Zeit und Gelegenheit genug zu lernen, daß es im Haus der Kunst Raum genug für jeden gibt; daß es keine überlegenen oder unterlegenen Systeme gibt, nur mehr oder weniger vollständige Manifestationen des Heiligen Geistes."     
Ethel Smyth 

 

 

 

 


Ethel Smyth 1929

 

 

 

 

 



 


"...Doch wenn etwas von dem unermeßlichen Reiz des Lebens, dem eine unerfüllte Hoffnung nichts anhaben konnte, wenndas Gefühl von Freiheit, Heiterkeit und Losgelöstsein, welches das Herz durchströmt wenn plötzlich, geheimnisvoll, der dürftige Nebenfluß eines persönlichen Schicksals aus seine Untiefe hinaustreibt und Teil des Hauptstroms menschlicher Erfahrung wird; wenn auch nur ein wenig von all diesem in das Werk eines Künstlers eingeht, war das Werk seine Entstehung wert. Und sollten die Ohren anderer jetzt oder nach meinem Tode ein schwaches Echo irgend eines solchen Geistes in meiner Musik wahrnehmen, dann ist alles gut und mehr als gut."   
Ethel Smyth

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Ethel Smyth dirigiert,
London 1930

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"...Doch was haben diese Hin- und Her- Schwenks des Geschmacks, was hat dieser Kult der Veränderung um der Veränderung willen mit der Welt der Kunst zu tun, wo das einzig Wichtige doch nur ist, ob ein bestimmtes Werk lebendig oder tot ist?
Nichts sonst zählt auf lange Sicht, und wie Clemence Dane irgendwo sehr schön gesagt hat, bestehen die Blutsbande zwischen den größten und den kleinsten Göttern darin, daß sie Leben Spendende, Leben Schaffende sind. Doch dieser Punkt wird von dieser Art Kritiker kaum je hervorgebracht, die wiederum Seeleuten gleichen, welche sich vor dem offenen Meer fürchten und lieber im geschützten Hafen herumpaddeln, wo nichts Gefährlicheres auf sie einstürmen kann als herumfliegende Schlagworte und Parolen."     
Ethel Smyth

 

 

 








 

 

"Ich betrachte Ethel Smyth als eine Komponistin von besonderer Bedeutung, die mit Sicherheit einen ständigen Platz in der Musikgeschichte erwerben wird."
Bruno Walter