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Felix Mendelssohn Bartholdy

Robert Schumann: Aus einer Rezension über Mendelssohns Klaviertrio d-moll op.49 (1840) 

Er ist der Mozart des 19. Jahrhunderts, der hellste Musiker, der die Widersprüche der Zeit am klarsten durchschaut und zuerst versöhnt.

Max Reger: In "Leipziger Illustrierte Zeitung" vom 28. Januar 1909

Was mich bei Mendelssohn so anzieht, ist die Wahrheit des Ausdrucks, des Empfindungslebens, eines auch menschlich durch und durch vornehmen Künstlers. Dabei offenbart sich besonders in den 'Liedern ohne Worte' eine derartige Vollendung des klaviertechnischen Materials, eine solch absolute Beherrschung des musikalisch-formellen Elements, daß man all den verwirrten und verirrten jungen Übermenschen, bei denen Musik überhaupt erst beim achten Horn, beim "vierfachen Holz", bei vierundsechzig Schlaginstrumenten und einigen Dutzenden verschieden gestimmten Glocken beginnt, ein gründliches "Stahlbad" in Mendelssohn nur aufs dringlichste empfehlen kann.


Franz Liszt: Brief an die Gräfin d'Agoult, Leipzig 22. März 1840


Mendelssohn ist wirklich unübertrefflich reizend; vom ersten Tage an war er voller Zuvorkommenheit und Aufmerksamkeit für mich; in den achtundvierzig Stunden, die ich im Bett verbracht habe, hat er mich acht- oder zehnmal besucht. Außerdem hat er gestern für morgen, Montag, über 250 Musiker eingeladen, Sänger sowohl wie ausübende Künstler, um mir in dem großen Konzertsaal eine Art musikalisches Fest zu geben, wozu nur etwa einige sechzig Personen zuge-lassen werden (denen er persönliche Einladungsbriefe schickt). / Ist das nicht ein reizender Gedanke? Ich muß gestehen, daß seit meinem Ball der Pester Damen mir nichts so geschmeichelt hat. Alle Welt hat mit Eifer angenommen, keine einzige Klarinette hat gestreikt. Der Saal wird wunder-bar illuminiert werden. / Das Programm ist folgendermaßen festgesetzt: / Symphonie von Schubert (eine noch nicht herausgegebene; sie soll herrlich sein). / Psalm (Wie ein durstender Hirsch nach Wasser schreit!) für Orchester und Chor von Mendelssohn, auch ein sehr schönes Stück. / Meeres Stille und Glückliche Fahrt, Ouvertüre von Mendelssohn. / Zwei Chöre aus dem neuen Oratorium von Hiller. / Ouvertüre zu Fingals Höhle von Mendelssohn. / Konzert von Bach für drei Klaviere, gespielt von Mendelssohn, Hiller und mir. / Wenn Sie zwei Worte in die Débats und in die Revue Musicale setzen lassen könnten (man schreibt aus Leipzig etc.), würde ich mich freuen. Ich möchte vor allem, daß sie für Mendelssohn lobend sind, der zur Zeit sicher der hervorragendste Komponist Deutschlands ist.«

Hans von Bülow: Über die erste Aufführung der C-Dur-Symphonie von Schubert am 21. März 1839 in Leipzig unter der Leitung von Felix Mendelssohn.

"Ich erinnere mich des nie wieder so mächtig mir zuteil gewordenen Eindrucks, den ich von der Schubertschen C-Dur-Symphonie unter Mendelssohns Leitung empfing. Damals war es noch nicht Mode, Schubert in den höchsten Olymp einzu-logieren; man liebte, bewunderte, goutierte ihn als einen minorum gentium, lamentierte jedoch über die Breitspurigkeit seiner Formen, über die Eintönigkeit seiner Rhythmen. Aber unter Mendelssohns Taktierstab ward man sich dieser Mängel nicht bewußt. Der geniale Führer verstand es, ohne Rotstift, lediglich mit Hilfe seiner elastischen Feinfühligkeit und der magnetischen Eloquenz seiner Zeichensprache, die genannten Mängel vollständig zu verhüllen. Welche wunderbaren Koloritnuancen, welche geistreichen Bewegungsschattierungen wendete er nur an, wie ermöglichte er's nur, über die diversen Steppen des 'endlosen' Allegretto hinwegzugleiten, daß der Zuhörer am Schlusse von der Zeitdauer der akus-tischen Erscheinungen keine Ahnung hatte? Man hatte eben in ewigen Räumen, in einer zeitlosen Welt geweilt."

Buchtipp:

Friedhelm Krummacher:
Mendelssohn - der Komponist,
Studien zur Kammermusik für Streicher

Wilhelm Fink Verlag, München 1978

Monica Klaus:
Johanna Kinkel, Romantik und Revolution
Böhlau Verlag, Köln 2008

Musik-Konzepte 14/15:
Felix Mendelssohn Bartholdy
edition text + kritik, München 1980

TRO-CD 01437 - Klavierkonzerte Vol.1 - Felix Mendelssohn Bartholdy - Capriccio brillant - 18,00 €

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Felix Mendelssohn Bartholdy






„Und sind Sie mit mir einer Meinung, dass es die erste Bedingung zu einem Künstler sei, dass er Respekt vor dem Großen habe und sich davor beuge und es anerkenne und nicht die großen Flammen auszupusten versuche, damit das kleine Talglicht ein wenig heller leuchte? Wenn einer das Große nicht fühlt, so möchte ich wissen, wie er es mich  will fühlen lassen. Und wenn all die Leute mit ihrer vornehmen Verachtung endlich selbst nur Nachahmungen dieser oder jener Äußerlichkeit hervorzu-bringen wissen, ohne Ahnung von jenem freien, frischen Schaffen, unbesorgt um die Leute und die Ästhetik und die Urteile und die ganze Welt − soll man da nicht schimpfen?“
    
Felix Mendelssohn Bartholdy, 27. August 1831 an Wilhelm Taubert

 


Musikkritiker

Schreibt der Komponiste ernst,

schläfert er uns ein.

Schreibt der Komponiste froh,

ist er zu gemein.

Schreibt ein Komponiste lang,

ist er zum Erbarmen.

Schreibt ein Komponiste kurz,

kann man nicht erwarmen.

Schreibt ein Komponiste klar,

ist’s ein armer Tropf.

Schreibt ein Komponiste tief,

rappelt’s ihm im Kopf.

Schreib’ er also, wie er will,

keinem steht es an.

Darum schreib’ ein Komponist,

wie er will und kann.

Felix Mendelsson Bartholdy am 15. März 1826 zum Geburtstag seiner Mutter





"Ich kann Leute nicht ausstehen, die nur Strauß und Bellini wollen, aber diejenigen, die nichts als Händel und Bach mögen, sind mir doch noch zehnmal mehr zuwider."

Felix Mendelssohn Bartholdy bei einem Besuch in Bonn über Prof. Löbell