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Nikos Skalkottas

Biographie

Der griechische Komponist wurde am 8. März 1904 in Chalkis auf der Insel Euböa geboren. Sein Vater und besonders sein Onkel erteilten dem Fünfjährigen den ersten Unterricht. Zehnjährig trat er in das Athener Odeon ein, das er 1920 nach glänzenden Studien mit großen Auszeichnungen als Geiger verließ.

Als Besitzer der Goldenen Medaille und Stipendiat bis 1923 setzte er seine Studien in Berlin als Violinschüler von Willy Hess an der Musikhochschule fort. Dort war Robert Kahn sein Kompositionslehrer. 1924 entschloß sich Skalkottas, in Berlin zu bleiben und sich der Komposition zu widmen.

Seine Studien bei dem Busonischüler Philipp Jarnach in den Jahren 1925-27 waren entscheidend für die Formung seines Stils, noch bedeutender aber war die Einfluß Arnold Schönbergs, bei dem er von 1927 bis 1931 an der Akademie der Künste studierte und mit dem er bis 1933 in Beziehung blieb. Vorübergehend war er auch Schüler von Kurt Weill.

Zur Zeit seiner Kompositionsstudien gab ihm ein Stipendium von Manolis Benakis die Gelegenheit, sich eine reiche Musik-bibliothek zu beschaffen und ein unbekümmertes sorgen-freies Leben zu führen. Er spielte viel Kammermusik. Manche seiner Orchesterwerke wurden bei den Singakademie -Konzerten unter seiner Leitung uraufgeführt. Er war heiter und humorvoll und besonders für das Neueste in der Musik interessiert. Bis 1931 hatte er viel komponiert.

Nach diesem Zeitpunkt trat eine Wende in seinem Charakter ein: Er verschloß sich zunehmend und komponierte zunächst fast nichts mehr. Die Ausübung der Neuen Musik wurde immer schwieriger, und im Mai 1933 sah er sich gezwungen, in seine Heimat zurückzukehren. Fast alle seine Manuskripte sind in Berlin geblieben, nur eine kleine Auswahl davon wurde gerettet.

In Athen, wo er bis zu seinem Tode blieb, waren die Verhältnisse noch widriger. Er fand keine Anerkennung und begeg-nete überdies häufig einer feindlichen Haltung, die ihn dazu führte, sich in einer fast imaginären Welt, in vollkommener Isolierung, einzuschließen. Er war überzeugt, daß seine Musik von niemandem in Athen verstanden werden konnte. Von seinen eigenen Kompositionen mochte er nicht sprechen.

Seit 1935 fing er nochmals an, viel zu komponieren, doch ist alles, was er bis zu seinem Tode schrieb, ungedruckt, unauf-geführt und so gut wie völlig unbekannt geblieben. Als Geiger bei dem Athener Staatsorchester, dem Opernorchester und dem Rundfunkorchester konnte er sein Auskommen bestreiten.

1946 heiratete er die Pianistin Maria geb. Pangali, die ihm zwei Söhne schenkte.

Ein vernachlässigter Bruch führte am Tage der Geburt seines zweiten Sohnes seinen frühen Tod am 19. September 1949 herbei.

„Ich erinnere mich an einen außerordentlich liebenswürdigen und hochbegabten Menschen, nicht nur Komponist, sondern hervorragender Geiger. Etwas von südlicher Wärme ging von ihm aus, und seine Musik, die das widerspiegelte, lag mir persönlich näher als diejenige Hannenheims.

...An Pfingsten 1931 lud mich Niko zum Essen in seine hübsche Wohnung ein. Es war, wie ich mich deutlich erinnere, ein strah-lender Tag. Für mich, in jener Zeit ein nicht gerade verwöhnter Mensch, wurde ein köstlich gebratenes Hühnchen mit speziell zubereitetem Reis und weiteren Zutaten zum unvergesslichen Genuß! Ohne Musik aber ging es nicht. Skalkottas zeigte mir sein 1. Klavierkonzert, an welchem er arbeitete. Es machte mir einen faszinierenden Eindruck, und ich erinnere mich, dass ich schon damals die Wärme und den beinahe aufwühlenden Gestus dieser Musik bewunderte.“

Erich Schmid: Ein Jahr bei Arnold Schönberg in Berlin, in:
Melos 41, 1974.

Buchtipp

Judit Alsmeier:
"Komponieren mit Tönen", Nikos Skalkottas' und Schönbergs "Komposition mit zwölf Tönen"
Pfau-Verlag Saarbrücken 2001
http://www.pfau-verlag.de 
 

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Friedemann Kupsa
(26.01.2015 - 20:32 Uhr)

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Nikos Skalkottas, 1938