TROUBADISC Music Production
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TRO-CD 01423 - Duo mon amour

Music-press
, 11/2000

The chamber music of the first half of the 20th century includes only a small number of duos for violin and cello. Amongst them, however, are several ambitious compositions which deserve to be ranked amongst their composers’ chief works both stylistically and as regards their importance in musical history.

The works recorded here are by three of the greatest musical representatives of modern francophone culture plus the man who is arguably the most important Greek exponent of the New Music, Nikos Skalkottas.

These four composers all have in common an involvement with the Schoenbergian harmonic system, strong links with folksong, and a musicianly approach which shines most clearly through their chamber works.

The sonata by Maurice Ravel, completed in 1922, exerted considerable influence on the duo compositions which followed it. It is undisputably a key work for Ravel and a landmark in post-impressionist chamber music.

Yet there is definite originality in the sonatina by Darius Milhaud, dated 1953. Spiced with bitonal harmonies and radiant with Mediterranean light, it effortlessly holds its own on the concert platform.

The same is true of the duo by Arthur Honegger, composed in 1932. It is a delight to play, fizzing with energy and witty touches that are typically French. The sonata by Nikos Skalkottas, composed in 1947, is laid out in sonata form. It is distinguished by its sustained formal development, exceptionally colourful harmonic palette, and dancing polyrhythms full of vitality and power.

The composer here succeeds in synthesising tonally linked twelve-note techniques learned from Schoenberg with Greek folk music. The various expressive elements blend in turn into a fascinating dramatic sequence.

Each of the works in this CD, seen in the context of its position in its composer’s oeuvre, represents an exemplary contribution to the duo literature of the 20th century.

In their inspired interpretations the two performers, Renate Eggebrecht and Friedemann Kupsa, co-founders of the Fanny Mendelssohn Quartet, have ample opportunity to give full rein to their rich fund of musical experience, already displayed in numerous CD productions of early modern chamber music.

Their playing here is sensitive to tonal colour, technically impressive and rhythmically exciting. They reveal to the full the structural clarity shared by all four works and their wide ranges of sound quality and expression.

Having worked together for several years the duo has developed a mastery of interpretative decision-making which exhibits a high degree of musical intelligence and emotional flexibility.


Pizzicato, 12/2000
First class Duo-CD

This CD deserves to be noticed! Listeners will prick up their ears from the very first notes of the Ravel sonata, played with striking grace and elegance.

But Renate Eggebrecht and Friedemann Kupsa go straight into the attack, with glorious sound and passionate expressivity, using innovative phrasing to emphasize the modernity of the music.

In the Milhaud sonatina, too, musical emphasis comes into its own, with a commanding approach which is differently slanted from what we have heard before. The performance of the sonata by Arthur Honegger is exemplary in its presentation of the musical image and truly irresistible in its infectious enjoyment and vitality.

The programme ends with an interesting encounter with music never recorded before: Nikos Skalkottas’ “4 Duetti”, written in 1947. In this work, laid out in four-movement sonata form, the composer succeeds in synthesising tonally linked twelve-note techniques learned from Schoenberg with Greek folk music.

Eggebrecht and Kupsa give an exciting and convincing interpretation whose exquisite tonal beauty is a testament to their deep and deeply-motivated musicality.
Rémy Franck


Klassik heute  

Duos zwischen Violine und Violoncello, entstanden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, versprechen alles andere als einfache Kost. Hat man sich aber einmal in die karge Trockenheit dieser Klänge eingehört, entfaltet sich ein ganz eigener, hochdifferenzierter Klangreichtum.

Diese stellenweise etwas zu sehr vom strahlenden Ton Eggebrechts dominierten Interpretationen beziehen ihren Reiz aus der offenen Dialogfähigkeit zwischen zwei gleichwertigen Partnern, Zwiegesprächen, die von manieriertem Philosophieren (Ravel) über fröhliche Albernheiten (Milhaud , Honegger) bis hin zu köpferauchenden Diskussionen (Skalkottas) reichen können.

Das prägende Moment dieser Aufnahme ist neben der fast orchestral zu nennenden Klangfülle die große Ambitioniertheit der Interpreten. Das dem Interpretationsansatz zu Grunde liegende saubere, fast trocken zu nennende Spiel ist in seiner Präzision eine sehr gute Basis, in die hohe kompositorische Dichte dieser Werke hören einzudringen und die unterschiedlichsten Facetten an emotionalem Reichtum zu erlauschen.
Robert Spoula


Jazz und Tzaz, Athen-Griechenland, 4/2001

War Ihnen die Existenz der erwähnenswerten deutschen Plattenfirma „TROUBADISC Rec.“ Oder der Geigerin Renate Eggebrecht und des Cellisten Friedemann Kupsa bewusst?

Wußten Sie, dass der Firmenkatalog nur aus 28 Positionen besteht, die aber allesamt wegen der hohen Qualität der Aufnahmetechnik, Produktion und des Inhalts hervorgehoben werden sollten?

Ich bin sicher, Sie haben nie auch nur ein bisschen gehört – genau, wie mir bis vor Kurzem nicht bekannt war, dass die letzte CD der Liste vom Paar Eggebrecht – Kupsa verwirklicht wurde – in einer idealen Art die Weltpremiere der Sonate für Geige und Cello unseres Großen Nikos Skalkottas, dazu Ravel’s „A la Memoire de Claude Debussy“, Milhaud’s Sonatine op.324 und Honegger’s „Sonatine“. Es war eine Überraschung, mehr als eine schöne Überraschung.

Skalkottas – in seiner einmaligen Art der Verwendung des dodekaphonen Systems - läßt seine Kompositionen freien Lauf, geht neue Wege indem er Tonarten berührt, polyrhythmische Elemente mit griechischen Klangmitteln mischend. So präsentiert er uns ganz neue Seiten der kammermusikalischen Sprache.

Meine Bekanntschaft mit den sympathischen und tadellosen deutschen Musikern und Interpreten hat mich allerdings gewissermaßen in Verlegenheit und Ratlosigkeit gebracht. Die beiden haben mir gegenüber ihre in jeglicher Hinsicht große Bewunderung von Skalkottas zum Ausdruck gebracht – eine, die ich bei griechischen Musikern vermisse.

Und wenn ich von dem Musikerpaar spreche, dann meine ich Künstler mit kolossalen Fähigkeiten (wie man auch anderen Kritiken glauben darf) – mit Interpretationen und Aufnahmen schwieriger und unbekannter Werke (hier seien die CDs mit Werken von Max Reger, Nadia Boulanger und Ethel Smyth genannt), die ihre herausragende berufliche Qualifizierung und Sensibilität belegen.

Ich gebe zu, dass ich gleich berührt auch das Hören der restlichen Werke der CD genossen habe. Besonders das Werk Ravel’s (1920-22) ist beeindruckend in seinen postimpressionistischen Tonfarben und elegischer Melodramatik, so gut bekannt aus „La Valse“.

Die Sonatine op.324 (1953) von Milhaud mit drei kleinen Satz-Miniaturen gibt den Einfluß der Bilder Cezanne’s wieder – eine gelungene bitonale Harmonik von Klangmotiven des Mittelmeerraumes.

Genauso die Sonatine (1932) von Honegger, wo ihrem Schöpfer mit einfachen Mitteln ein reicher Weltklang gelingt, der nicht anstachelt, sondern beruhigend und hypnotisierend wirkt.

Es ist nicht notwendig ins Detail zu gehen, um die hervorragende Qualität der Aufnahme, der 24-bit SBM Technologie oder der beiliegenden Broschüre zu beschreiben. Die CD ist gegebenenfalls bei TROUBADISC selbst zu bekommen.

Ich empfehle Beharrlichkeit bei ihrem Erwerb, nicht nur dieser einen CD selbst.
Thomas Tamvakos


Coburger Tageblatt, 11./12.Nov 2000

Perspektivenreich: Welcher Weg führt in die Zukunft? Wie wird sie klingen, die Musik des 21. Jahrhunderts? Und wie wird sie vielleicht die Rezeptionsgeschichte jener Musik verändern, die mit dem Wimpernschlag der Jahrtausend-Wende zur Musik des vergangenen Jahrhunderts wurde?

Musik der Moderne“ – in loser Folge stellt das „Tageblatt“ unter diesem Motto Werke vor, die den künstlerischen Weg vom 20. ins 21. Jahrhundert markieren.

Vier Kammermusikwerke, die im Zeitraum von mehr als drei Jahrzehnten zwischen 1920 und 1953 entstanden, hat jetzt das Duo Renate Eggebrecht (Violine) und Friedemann Kupsa (Violoncello) vorgelegt.

Hörbar wird dabei, wie modern, konsequent reduktionistisch sich komponieren ließ, ohne die Grenzen der Tonalität vollständig zu verlassen. Das gilt beispielsweise für die zwischen 1920 und 1922 entstandene viersätzige Sonate für Violine und Violoncello von Maurice Ravel, dem Gedenken an Claude Debussy gewidmet.

Das Duo Eggebrecht/Kupsa läßt an diesem Beispiel sehr eindringlich hörbar werden, wie weit Ravel hier die Reduktion im Sinne linearer Klarheit getrieben hat.

Gleichfalls transparent in der Stimmführung gehalten sind die jeweils dreisätzigen Sonatinen von Darius Milhaud und Arthur Honegger. In der Synthese zwischen Schönbergs Zwölf-Ton-Technik und Anklängen an griechische Volksmusik definiert sich der Stil von Nikos Skalkottas, dessen 1947 – zwei Jahre vor seinem frühen Tod – komponierte Sonate für Violine und Violoncello den Abschluß dieser spannungsvollen und perspektivenreichen Anthologie bilden.
J.B.


Applaus
, 1/2001

Die Entdeckung dieser ansprechend musizierten und präsentierten CD ist eine Sonate des noch immer sträflich vernachlässigten griechischen Schönberg-Schülers Nikos Skalkottas. Der Komponist, der im Alter von 45 Jahren starb, verarbeitet die Zwölftontechnik in einer individuellen, ungemein expressiven Weise.

Sein hier vorgestelltes Werk ist ernst, asketisch und gleichzeitig von vitaler Kraft. Als eher heitere Satelliten zu Skalkottas’ anspruchsvoller Komposition präsentieren sich zwei Sonatinen von Darius Milhaud und Arthur Honegger, von denen Erstere als Ersteinspielung vorliegt und Letztere mit einem charmanten melodischen Mittelsatz besticht.

Auch hier können die Interpreten mit Finesse und Spielwitz überzeugen...
Ts


Das Orchester, 1/2002

Duos von Melodie-Instrumenten zählen zur subtilsten Form von Kammermusik. Das gilt für Komponisten wie für Interpreten. Kann sich der Komponist frei artikulieren, sofern er selbst eines der Instrumente beherrscht oder zumindest gut beraten wird, so ist der Solist auf dessen künstlerische Vorgabe angewiesen.

Er muß seine Persönlichkeit und künstlerisch Potenz zunächst dem Geist des Werkes unterordnen, es begreifen und erarbeiten, bevor er zur eigenen Interpretation vorstößt. Bei einem Duo heißt das nicht nur größtmögliche technische Perfektion und Kongruenz im Zusammenwirken, sondern dürfte im gemeinsamen Erfühlen und Erleben der musikalischen Substanz den wichtigsten Faktor zu bewältigen haben.

Renate Eggebrecht (Violine) und Friedemann Kupsa (Violoncello) erfüllen in hohem Maße die instrumentalen technischen Voraussetzungen. Daß sie sich einer Werkserie für Violine und Cello angenommen haben, die typisch eine interessante Linie innerhalb der frühen Moderne des 20. Jahrhunderts aufzeigt, muß dankbar vermerkt werden. So kann man allein in den Werkvergleichen interessante Querverbindungen kompositorischer Arbeiten erkennen...
Reinhold Träger



 
LAST Change: Friedemann Kupsa
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Duos for violin and cello

Maurice Ravel, Sonata (1920-22)
Darius Milhaud, Sonatina op.324 (1953)
Athur Honegger, Sonatina (1932)
Nikos Skalkottas, Duo (1947)

Renate Eggebrecht, violin
Friedemann Kupsa, violoncello

 


Renate Eggebrecht
Friedemann Kupsa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Früh übt sich.....